Beginn der 1. Volleyball Bundesliga-Saison 2026/2027 der Frauen und die erste Bewährungsprobe für den VfB Suhl im Monat Oktober
Am Samstag, den 10. Oktober startet der VfB LOTTO Thüringen in seiner 24. Bundesligasaison in Folge. Die Planungen der Ansetzungen sehen vor, dass der Monat Oktober gleich mit einen ungewöhnliche vollen Programm für alle zwölf Bundesligamannschaften beginnt. Vom 10. Oktober bis zum 31. Oktober finden jeweils sechs Spiele statt, das sind annährend ein Viertel aller Spiel. Für den Trible-Sieger, den VfB Suhl kommt es am Ende des Monats gleich zu einem ersten Härtetest. L
Der Reihe nach: Beginn mit einen Heimspiel gegen Borken am 10. Oktober, dann Außwärtsspiel in Vilsbiburg ( 13.10.), Heimspiel gegen Hamburg (17.10.), Auswärtspiel in Stuttgart (24.10.), Heimspiel gegen Schwerin (28.10), Auswärtsspiel in Dresden (31.10.)
Der Supercup hat gezeigt, dass der VfB Suhl schon ein hohes spielerisches Niveau zeigte, was Teamgefüge, die mannschaftliche Geschlossenheit, das bedingungslose füreinander Arbeiten betrifft. Jedoch gibt es auch trotz aller Euphorie Luft nach oben, was die Blockabwehr („Briefkasten“, mehrere) und das Zuspiel betrifft.
Ende Oktober kann man eine erste Zwischenbilanz ziehen, wo der VfB Suhl in dieser Saison steht, was möglich ist. Wir, Fans und Volleyballbegeistere können jedoch zuversichtlich sein, denn das Supercup-Spiel hat gezeigt, dass die Mannschaft auch in diesen Saison konkurrenzfähig ist.
Vom Jäger zum Gejagten – für den VfB Suhl beginnt eine neue Zeitrechnung
Am Samstag, dem 10. Oktober, beginnt für den VfB Suhl LOTTO Thüringen eine Bundesligasaison, wie es sie in der Geschichte des Vereins noch nie gegeben hat. Wenn um 19 Uhr in der Wolfsgrube gegen die Skurios Volleys Borken der erste Aufschlag erfolgt, startet Suhl zwar bereits in seine 24. Bundesligasaison in Folge – doch diesmal ist alles anders.
Der VfB geht erstmals als amtierender Deutscher Meister in eine neue Spielzeit. Mehr noch: Nach dem Gewinn des DVV-Pokals, der Deutschen Meisterschaft und zuletzt des Supercups trägt die Mannschaft plötzlich drei nationale Titel mit sich.
Aus dem Überraschungsteam ist ein Team geworden, das jeder schlagen will.
Genau darin liegt vielleicht die größte Herausforderung dieser neuen Saison. In den vergangenen Jahren konnte Suhl immer wieder aus einer Position heraus überraschen, in der andere Vereine stärker unter Erfolgsdruck standen. Jetzt sind die Rollen zumindest teilweise vertauscht. Wer gegen den Deutschen Meister und dreifachen Titelgewinner antritt, wird besonders motiviert sein.
Der Jäger ist zum Gejagten geworden.
Die Euphorie mitnehmen – und trotzdem neu beginnen
Noch ist der Supercup-Erfolg gegen den Dresdner SC frisch. Beim 3:0 zeigte das Wolfsrudel bereits vieles von dem, was die Mannschaft in der vergangenen Saison ausgezeichnet hatte: Geschlossenheit, Kampfgeist und die Bereitschaft, füreinander zu arbeiten.
Besonders bemerkenswert war dabei erneut eine Entscheidung von Trainer László Hollósy. Mit Svea Naujack und Hannah Hartmann in der Startformation überraschte er nicht nur manchen Volleyballbeobachter. Beide rechtfertigten das Vertrauen eindrucksvoll. Naujack wurde zur fleißigsten Punktesammlerin, Hartmann schließlich zur wertvollsten Spielerin des Supercups gekürt.
Das zeigt eine Stärke, die auch in dieser Saison entscheidend werden könnte: Suhl scheint nicht ausschließlich von einzelnen Spielerinnen abhängig zu sein. Hollósy besitzt Möglichkeiten, seine Mannschaft taktisch zu verändern und Spielerinnen Verantwortung zu übertragen.
Doch der Supercup zeigte ebenso, dass noch nicht alles perfekt funktioniert. Vor allem in der Blockabwehr gab es Situationen, in denen Bälle zwischen Netz und Block auf der Suhler Seite heruntergezogen wurden – im Volleyball gern als „Briefkasten“ bezeichnet. Auch beim Zuspiel besteht noch Potenzial.
Das ist wenige Tage vor Beginn einer langen Saison allerdings keine Überraschung. Viel entscheidender ist, dass das Grundgerüst bereits funktioniert.
Ein Oktober, der es in sich hat
Viel Zeit, um langsam in die Saison hineinzufinden, bleibt dem VfB ohnehin nicht. Der Spielplan verlangt den Suhlerinnen gleich im Oktober einiges ab.
Innerhalb von nur 22 Tagen stehen sechs Bundesligaspiele auf dem Programm. Nach dem Auftakt gegen Borken geht es bereits am 13. Oktober nach Vilsbiburg. Am 17. Oktober folgt das Heimspiel gegen Hamburg.
Und dann beginnt die erste richtig große Bewährungsprobe.
Am 24. Oktober muss Suhl auswärts bei Allianz MTV Stuttgart antreten. Nur vier Tage später kommt der SSC Palmberg Schwerin in die Wolfsgrube. Zum Abschluss des Monats wartet am 31. Oktober auswärts der Dresdner SC.
Stuttgart, Schwerin und Dresden innerhalb von acht Tagen – viel anspruchsvoller könnte eine erste Standortbestimmung kaum ausfallen.
Gerade deshalb dürfte der Oktober bereits erste Antworten liefern. Kann der VfB das außergewöhnliche Niveau der vergangenen Saison bestätigen? Wie schnell findet sich die Mannschaft unter Wettkampfbedingungen? Wie groß ist die Breite des Kaders, wenn innerhalb weniger Wochen ständig gespielt wird?
Und vor allem: Wie geht die Mannschaft mit ihrer neuen Rolle um?
Borken ist mehr als nur der Auftakt
Bevor über Stuttgart, Schwerin oder Dresden gesprochen wird, wartet zunächst Borken. Die Skurios Volleys gehen in ihr zweites Bundesligajahr und wollen sich gegenüber ihrer Premierensaison deutlich steigern.
Für Suhl wird deshalb wichtig sein, die vergangenen Feierlichkeiten endgültig auszublenden. Drei Pokale erzählen von dem, was war. Gegen Borken beginnt die Tabelle wieder bei null Punkten.
Genau darin liegt der Reiz dieses Abends.
Wenn die Mannschaft um Kapitänin Roosa Laakkonen wieder in die Wolfsgrube einläuft, werden die Fans noch einmal auf eine Saison zurückblicken dürfen, die Vereinsgeschichte geschrieben hat. Gleichzeitig beginnt in diesem Moment bereits das nächste Kapitel.
Niemand kann erwarten, dass sich eine Spielzeit wie 2025/26 einfach wiederholen lässt. Meisterschaft, Pokalsieg und Supercup waren außergewöhnliche Erfolge. Sie sind aber auch kein Garant dafür, was in den kommenden Monaten passiert.
Was der Supercup allerdings gezeigt hat, macht Hoffnung: Dieses Wolfsrudel scheint auch in der Saison 2026/27 wieder hungrig zu sein.
Ende Oktober werden wir deutlich mehr wissen. Nach sechs Spielen und den Duellen mit Stuttgart, Schwerin und Dresden lässt sich erstmals seriös einschätzen, wo der Deutsche Meister tatsächlich steht.
Bis dahin gilt: Die Titel sind gewonnen, die Trophäen stehen in der Vitrine – doch auf dem Spielfeld beginnt alles wieder bei null.
Die Mission Titelverteidigung kann beginnen.